Rindal Skimuseum

Tysk oversetting: Oddvin Meland

Rindal Skimuseum

In dem Hof vom Dorfmuseum Rindal auf Igeltjønnhaugen gibt es 15 Gebäude. Alle Gebäude wurden dem Museumsgelände von anderswo in Rindal verlegt. Die Scheune hat gefehlt , und die Realisierung dazu hat sehr lange gedauert. In Romundstadbygda, auf dem Bauernhof Heggem, 8 km vom Museum entfernt, stand die Scheune. Bereits im August 1979 begann der Prozeß, die Scheune zu übernehmen. Es sollte aber 33 Jahre hingehen, bevor die Pläne sich realisieren konnten. Im Frühjahr 2012 begann die umfassende Arbeit mit Abbau und Räumung der Scheune, und im Juni 2014 eröffnete das Skimuseum in Rindal.

Die Heggemscheune, die dendokronologisiert worden ist (jahrringdatiert), aus dem Jahr 1780, wurde für 20 000 norwegische Kronen von Nils Heggem gekauft, um auf dem Gelände vom Rindal Dorfmuseum wiederaufgebaut zu werden. Um einen vollständigen Hof aufzeigen zu können, mußte die Scheune hier ihren Platz haben. Das erste Gebäude, das für Rindal Dorfmuseum erworben wurde, war die Mühle im Jahr 1952. Es war das erste Mal, wo kommunale Mittel für Museumszwecke in Rindal gewährt wurden. In den ersten Statuten für das Museum in Rindal steht, "daß der Zweck des Museums ist alte Traditionen betreffs Wohnung und Bauweise, Handwerk und Gebrauchskunst, Werkzeug und Hausgeräte, Lebensweise und Lebensbedingungen im Alltag und bei Feier, bei der Arbeit und beim Sport wahrzunehmen." Sport wurde erwähnt, und in den 1950-er Jahren war Rindal durch Sport und vor allem Skisport bekannt. Während der olympischen Spiele im Jahr 1952 hatte Rindal mehrere Teilnehmer, und einer von ihnen war Mikal Kirkholt, der die Silbermedaille bei der Staffel gewonnen hat.

Rindal Dorfmuseum wurde für das Publikum am 8. August 1965 eröffnet. Damals bestand das Museum aus nur einem Gebäude, Løsetlåna (dem Løsethaus). Heute stehen insgesamt 15 Gebäude auf dem Museumsgelände. Rindal ist historisch die Skigegend genannt worden. Skifahrer aus Rindal haben das Dorf auf die historische Karte des Skisports gestellt. Die Skimachertradition mit Skiern von Rindal ist im In- und Ausland bekannt. Ein Skimuseum in Rindal wurde zum ersten Mal von dem Vorstand von Rindal Dorfmuseum am 13. Februar 1984 als Sache behandelt. Es wurde beschlossen, diesen Plan weiter zu verfolgen. Bei der Eröffnung der Sommersaison im Jahr 1984 war eine Ausstellung von Skiern und Skiausrüstung zusammengestellt. 1989 erhielt das Museum eine große Sammlung Preisskier von der Familie von Even Landsem. Diese waren von bekannten Skiläufern von 1950 bis 1987 verwendet worden.

Es wurde mit Einsammeln von Skiausrüstung weiter gearbeitet, und im Jahr 1991, in Verbindung mit der Enthüllung der Statue von Sigurd Røen (ein sehr bekannter Skiläufer) in Rindal Zentrum, waren viele berühmte Namen aus dem norwegischen Skisport in Rindal Dorfmuseum versammelt. Im Jahr 1997 gab es ein Festival zu Ehren der hölzernen Skier in Rindal. Für diese Veranstaltung wurden die Ausstellungen im Museum erweitert.

Im Jahr 1998 ernannte die Rindal Gemeinde eine Kommission, bestehend aus Ola T. Heggem (Leiter), Kari Trønsdal, Harald Solvik, Magnar Almberg und Gurli Landsem. Die Kommission sollte für Skimuseum in Rindal arbeiten. Weiter wurden zwei Berichte im November 2001 ausgearbeitet: „Preprojekt Skimuseum" von Magnar Almberg und "Rindal Dorfmusem: Skiproduktion als Ökomuseum " von Odd W. Williamsen. Magne Bolme und Inger Marie Kimo haben auch die Heggemscheune als mögliches Lokal für Skimuseum in einem Antragsdokument von Rindal Dorfmuseum behandelt.

Rindal Dorfmuseum wurde im Jahr 2005 in die Stiftung Nordmøre museum eingegliedert. Durch Betriebsabkommen mit Nordmøre museum wurde Kari-Elin Bolme Løfaldli am 15. August 2005 als Abteilungsleiterin angestellt. Drei Jahre lang war 50% ihrer Stelle ein Projekt, um die Möglichkeit, ein Skimuseum auf dem Museumgelände in Rindal zu errichten, zu klären. Während der Projektlaufzeit wurde eine Verwaltungsgruppe, bestehend aus der damaligen Direktorin Toril Røsand von Nordmøre Museum, Ökonomieleiter Harry Figenschou von Rindal Gemeinde und Jon Kristian Aune, Politiker von der Rindal Gemeinde, ernannt.

Im Jahr 2007 wurde eine Präkqualifisierung für Architektbeistand durchgeführt . Jon Bojer Godal führte eine Zustandsbeurteilung von der Heggemscheune aus, mit Bericht im Herbst 2007. Architekt Jens Petter Ringstad von Møre og Romsdal Kreisgemeinde hat eine professionelle Eingabe über antiquarische Arbeit und Museumsfachliche Beurteilungen während des gesamten Prozesses bereitgestellt. Darüber hinaus sind die Pläne für Skimuseum durch mehrere Runden dem Kultusministerium und den Mitgliedern der Industrieabteilung der Møre und Romsdal Kreisgemeinde vorgelegt worden. Bei der Behandlung des Staatshaushalts sowohl für 2007 als auch für 2008 wurde das Projekt von dem Familien- und Kulturausschuß des norwegischen Parlaments positiv erwähnt. Im Januar 2008 wurde von Aarstad Architekten ein Bericht mit Prinzipskizzen, Raumprogramm und Kostenvoranschlag, der die Verwendung der Heggemscheune als Skimuseum angab, vorgelegt. Der Bericht wurde dem Rindal Gemeinderat im Februar 2008 vorgelegt. Der Bericht wurde als Grundlage für die weitere Verarbeitung verwendet. Der Bericht enthielt ein Entwurfprojekt und einen Kostenvoranschlag von 20 Millionen Kronen, inkl. Mehrwertsteuer. Im Januar 2008 wurde ein Antrag an das Kultusministerium und die Møre und Romsdal Kreisgemeinde zur Unterstützung der Gründung eines Skimuseums in Rindal eingereicht .

DIE BAUARBEITEN WURDEN IN GANGT GESETZT, UND DER ERSTE SPATENSTICH WURDE VOM VORSITZENDEN DES GEMEINDERATS, OLA T. HEGGEM, AM 9. AUGUST 2012 UNTERNOMMEN

Im Sommer/Herbst 2009 kamen positive Signale von dem Staat und der Kreisgemeinde in Bezug auf Bewilligung von Mitteln zum Projekt Skimuseum in Rindal. Im Winter 2010 ernannte Rindal Gemeinde eine Projektgruppe zur Planung und Realisierung eines Skimuseum in Rindal. Es zeigte sich aber, als die Angebote im November 2011 eingelaufen waren,daß die Totalsumme höher als budgetiert war. Die Projektgruppe, zusammen mit Architektin Inger Anne Landsem, hat neue Durchgänge gemacht, und das Projekt wurde mit 4 Millionen NOK reduziert. Eine Reduktion darüber hinaus würde das museumsfachliche einschränken und Aktivität und ausreichenden Betrieb begrenzen. Nach dieser Reduktion fehlten noch 3,5 Millionen NOK. Rindal Gemeinde hat ihren Betrag mit 2 Millionen NOK erhöht, und der Kulturausschuß der Kreisgemeinde Møre und Romsdal hat mit weiteren 1,5 Millionen NOK beigetragen.


DER SKISPORT

Der Skisport ist uralt in Norwegen, nicht nur als Sport sondern seit Jahrhunderten auch als notwendiges Verkehrsmittel. Skier sind zur Winterzeit als Verkehrsmittel, wo es keine Wegverbindungen gab, immer benutzt worden. Kinder sind zur Schule Ski gelaufen. Jagd und Fang sind mit Skiern auf den Beinen immer vorgenommen worden. Die Geschichte erzählt, daß die Post von Postboten auf Skiern geliefert wurde. Der erste Skilauf in Rindal fand im März 1894 statt. Es war eine Konkurrenz mit Preisen und wurde von dem Jugendverein „Fram“ veranstaltet. Es wurde nach und nach gewöhnlich mit Skiläufen hier und da in Rindal. Es ist interessant zu beobachten, daß die Teilnehmer Jungen/Männer waren, und die Preise von den Damen angeschafft wurden.


Der erste Skiverein in Rindal „Trollheimen“ wurde nach einem Skilauf gestiftet

Im Jahr 1899, am 12. Februar wurde der erste Skiverein in Rindal gestiftet. Er erhielt den Namen „Trollheimen“ und wurde der Vorläufer vom Sportverein „Troll“, im Jahr 1919 gestiftet. Der Sportverein „Trollheimen“ wurde nach einem Skilauf, dem Preislauf auf Storli in Romundstadbygda, gegründet. Eine Besonderheit bei den ersten Skiläufen in Rindal war, daß der Arzt anwesend war, um den Puls zu kontrollieren. Berichte erzählen, wenn der Arzt dabei ist, und alles richtig vorgeht, wird der erste Preis dem Läufer zugeteilt, der am wenigsten erschöpft ist, obwohl er einige Sekunden nach den andern durchs Ziel geht. Es gibt Quellenangaben,daß dies rund 1900 durchgeführt worden ist. Skiläufe wurden an Sonntagen arrangiert, und der Arzt in Rindal war auch der Vorsitzende des Skivereins „Trollheimen“. Aus dieser Zeitepoche wird John Hermundsli als Sieger eines Skilaufs von Rindalsskogen Skiverein im Jahr 1901 arrangiert, erwähnt. Er erhielt den Preis des Zentralvereins und ist dadurch der erste bekannte Meisterläufer aus Rindal.

 


MEDAILLENGEWINNER

Bei norwegischen Skimeisterschaften in dem Zeitraum 1925-2003 hat Rindal mehrere Medaillen in Junior- und Seniorklassen gewonnen. Einer von ihnen war John Røen. Er wurde französicher Meister in Chamonix im Jahr 1928. Er war der älteste von den Brüdern Røen, die in der Skigeschichte bekannt sind: John, Sigurd, Olaf und Alfred. John war der erste Skiläufer aus Rindal, der internationell bekannt wurde. Die Brüder haben in den Hügeln auf dem Heimathof konkurriert, und John hat gesagt, daß sie als Training immer wiederholt Ski gelaufen sind. Die Technik haben sie selber im Schatten der Hauslampe korrigiert. Ihre Skier wurden von dem Vater Ingebrigt auf einem Dachzimmer gemacht. Die Skischuhe wurden von einem Nachbarn gemacht.

Vieles ist von damals geändert worden. Sie hatten keinen eigen Bus als Unterstützung. Es gab überhaupt keine Busse und Autos auf den Wegen. John Røen ist von Rindal nach Løkken Ski gelaufen, dann Zug nach Orkanger und davon mit dem Schiff nach Drontheim. Davon hat die Reise weiter Mit dem Zug durch Norwegen und ins Ausland fortgesetzt. Eine weite Reise, um an einem Skilauf teilzunehmen. Im Jahr 1937 war Johns Bruder Sigurd in Garmisch Partenkirchen. Hier hat er Hitlers Ehrenpreis gewonnen. Dies ist auf der Reise nach Chamonix und der Weltmeisterschaft passiert. Diese WM wird als die erste in der Geschichte der Skiweltmeisterschaft gerechnet. Sigurd wurde doppelter Weltmeister, und es blieb der Höhepunkt seiner Skikarriere.

In Rindal Zentrum wurde 1991 eine Statue von dem Skiläufer Sigurd Røen enthüllt. In einer lokalhistorischen Zeitschrift aus dem Jahr 2012 steht, daß die 2 goldenen Medaillen in Chamonix die 30-jährige Skikarriere von Sigurd Røen gegipfelt haben, eine Karriere, die wie alle Abenteuer, klein angefangen hat. So ist es auch mit den Brüdern - John (Jo), Olaf und dem “Aschenbrödel" Sigurd. John gehörte zu der norwegischen Elite in den 1920-er Jahren, und er hat die offene französische Meisterschaft 1928 gewonnen. John hat an der St. Moriz-Olympiade zusammen mit u.a. Johan Grøttumsbråten, der einen sehr guten Ruf im norwegischen Skisport zu der Zeit genoß, teilgenommen. Olaf Røen war Spezialist bei Skisprung, und er hat viele Preise gewonnen sowohl in Trønderrennet, Gråkallrennet als auch bei verschiedenen Skiveranstaltungen im Gebiet Nordmøre.

Man kann sich kaum vorstellen, wie dies 1937 möglich war, ein junger Mann von 28 Jahren aus Romundstadbygda in Rindal, der sich auf die weite Reise nach Chamonix machte. Auf die Reise mußte er alles, was er an Kleidern, Skiausrüstung und wahrscheinlich auch Proviant, Bedarf hatte, mitbringen. Was wußte wohl der junge Sigurd, was vor ihm lag? Wie weit war die Reise, mit wem sollte er zusammen reisen? Welche Sprachen wurden gesprochen? Es gab kaum Zugang zu Telefon. Und die Ergebnisse? Wie lange würde es dauern, bevor die Eltern und Geschwister in Romundstadbygda erfahren konnten, wie es ihm bei den Wettbewerben geglungen war? Dies ist auch ein Teil, der das Skimuseum ermitteln muß. Wie können die Jugendlichen von heute sich in die Zeit und in die Verhältnisse versetzen, unter denen die ersten bekannten Skiläufer in Rindal konkurrierten?

Einer der wenigen Radioapparate, die sich in Rindal befand, war bei dem Leiter des Konsumgeschäfts, und bei ihm war die Stube überfüllt, wenn Sigurd in Europa an Skiläufen teilnahm. Es wurde gesagt, daß Sigurd Røen der Skiwelt zeigte, wie weit jemand aus Rindal es treiben kann.

Die 1930-er Jahre werden als das erste goldene Alter im Skiort Rindal bezeichnet. Sigurd Røen, Magnar Fosseide und Torvald Heggem waren alle an der Weltspitze der nordischen Kombination (Langlauf und Skisprung). Magnar Fosseide hat 1938 die ganze Kombinationselite geschlagen und den Königspokal in Mo i Rana gewonnen. In der Preissammlung von Torvald Heggem befinden sich 4 Königspokale und Hitlers Ehrenpreis. Im Jahr 1938 hat auch ein anderer aus Rindal als Vierter bei der norwegischen Meisterschaft imponiert, nämlich Even Landsem. Er ist später mehr bekannt als Gründer, der Skifabrikant, der Landsem Skifabrik aufbaute.

Nach dem Krieg (1940-1945) hatte Rindal 6 Skiläufer in der Weltelite

Das zweite goldene Alter in der Skigeschichte von Rindal sind die 1950-er Jahre, als Edvin Landsem und Mikal Kirkholt unter den besten waren. Mikal war der Schwiegersohn von John Røen. Zusammen mit Magnar Estenstad, Martin Stokken und Hallgeir Brenden hat Mikal Kirkholt beim Staffellauf die silberne Medaille bei der Olympiade in Oslo 1952 gewonnen.

In den ersten 1950-er Jahren war Edvin Landsem der nächste aus Rindal, der Rindals Ruhm als Skiort befestigte. Er hatte vor dem Krieg an vielen Skiläufen teilgenommen, es war aber erst nach dem Krieg, daß der Name Edvin Landsem Aufsicht machte. Edvin hatte einen anderen aus Rindal, seinen Nachbarn Magnar Fosseide, als Vorbild. Magnar war der norwegische Meister bei der nordischen Kombination von 1938. 1950 wurde Edvin zu der Weltmeisterschaft in Lake Placid ausgewählt. Noch eine weite Reise für einen jungen Mann aus Rindal. Der Sport trug dazu bei, daß viele Jugendliche die Möglichkeit erhielten, in die Welt zu reisen und etwas erleben. Es ist bei dieser Meisterschaft nicht Edvin gelungen, seine sportliche Ziele zu erreichen, aber als persönliche Gäste bei dem Generalsekretär Trygve Lie und Besuch im UNO-Gebäude in New York bekamen die norwegischen Skiläufer lebenslange Erinnerungen. 1951 wurde Edvin Landsem norwegischer Meister bei 50 km Langlauf in Tretten in Gudbrandsdalen.

Nun steht den Skiläufern die Osloer Winterolympiade 1952 vor der Tür. Zusammen mit Edvin wurden sein Bruder Per und Mikal Kirkholt Mitglieder der Truppe, also 3 Teilnehmer aus Rindal. Mikal brachte die Silberne Medaille bei der Skistaffel nach Hause. Edvin wurde nr. 7 bei 50 km Langlauf, einem seiner besten Läufe seiner langen Skikarriere. Er wurde nr. 5 bei 50 km Langlauf in der Faluner WM 1954.1952 saß ein anderer junger Mann aus Romundstadbygda, Reidar Helgetun, und hörte den Kommentaren von Skiläufen im Rundfunk zu.

Mikal und Edvin haben Reidar zum Training motiviert. Er hat sehr viel trainiert und wurde 1956 zur Olympiatruppe in Cortina ausgewählt. Und wie ist das Training vorgegangen? Waldarbeit war gutes Training, die den Körper zäh machte und die Ausdauer stärkte. Weiter wurde Reider zur norwegischen Truppe bei WM Patrouillenlauf in Andermatt in der Schweiz ausgewählt, und zwar mit 2 andern aus Rindal, Tore Bjørnstad und Magnar Ingebrigtsli und mit dem vierten aus Meldal, Odd Lykkja. Diese Mannschaft hat die goldene Medaille gewonnen. Dieselbe Mannschaft wurden norwegische Meister die drei Jahre 1955,1956 und 1957.Reidar Helgetun wurde dafür bekannt, daß seine Skier immer sehr gut glitten, und daß er sie am gründlichsten gewachst hat. Zu der Zeit haben die Läufer natürlich selber ihre Skier gewachst. Die Olympiareise 1956 gab auch nicht Reidar die sportliche Ergebnisse, die er erwartet hatte. Die dünne Luft in dem Hochgebirge trug zu körperlichen Problemen bei. Er blieb 7 Jahre lang als Skiläufer aktiv, dann mußte er aber abbauen, weil er den Bauernhof der Familie übernehmen mußte. Er konnte nicht mehr die Zeit opfern, die der Landestrainer Kristen Kvello forderte. Aber die schönen Erinnerungen von seiner aktiven Skikarriere bewertete Reidar Helgetun sehr hoch.

Zusammen mit Reidar Helgetun war Tore Bjørnstad einer der besten Skiläufer in Rindal in den 50-er Jahren. Bjørnstad war Unteroffizier in der norwegischen Mannschaft bei dem militärischen Skilauf zusammen mit Reidar Helgetun und Magnar Ingebrigtsli aus Rindal und Odd Lykkja aus Meldal. Diese Mannschaft hat die norwegische Meisterschaft drei Jahre nach einander gewonnen.

Magnar Ingebrigtsli hatte sich auch für die Olympiamannschaft in Cortina 1956 qualifisiert. Er war Teilnehmer an 15 km Langlauf und wurde nr. 30. Edvin Landsem wurde nr. 50 bei 50 km Langlauf.

Gegen die 1960-er Jahre gab es noch viele aus Rindal, die in den Skiloipen einen bemerkenswerten Einsatz machten. Unter diesen werden Magne Romundstad, Jon Landsem, Odd Landsem, Jon Elshaug, Guttorm Løfald, Nils Bjørnstad, Johan Landsem, Sigmund Røen, Jon Bolme erwähnt. Später kamen Harald Solvik, Edvin Bakken, Ola Heggem, Ola Krangnes, Olav Langli, Even Landsem jr., Kjetil Bolme, Gunvor Landsem, Grete Sæter, Eirik Grøseth hinzu. Nachher haben Lars Hol Moholdt und Hallvard Løfald, die seit 2013 Rindal in Sportwettkämpfen im In- und Ausland repräsentieren, sich bemerkt.

Rindal ist wegen seiner Skifabriken bekannt. Bis Mitte der 1980-er Jahre war Rindal ein Zentrum für norwegische Skiindustrie.

Zur gleichen Zeit, wo Rindal tüchtige Skiläufer hervorbrachte, wurden auch in vier Skifabriken Skier produziert. Dazu kamen alle, die bevor die Fabriken übernahmen, ihre eigene Skier auf den Dachböden rundherum auf Bauernhöfen in Rindal gemacht haben. Die erste Skifabrik, Haltli-Ski Rindalsski 1918-1978, hatte vier Angestellte, und produzierte rund 1 000 Skipaare jedes Jahr. Trollheimen Skifabrik 1960-1966, hatte zwei Angestellte und ein Produktion von etwa 100 Paaren jedes Jahr.

Landsem Ski 1946-1988, mit 70 Angestellten am meisten, hatte eine jährliche Produktion von rund 70 000 Skipaaren. Troll-Ski hatte im Zeitraum 1969-1983 rund 40 Angestellte und eine Jahresproduktion von rund 40 000 Paaren am meisten.

Als die Idee von einem Skimuseum in Rindal geboren wurde, war es natürlich, daß der Arbeitstitel des Projekts, das zur Realisierung des Skimuseums führen sollte, den Namen „Von Küchenschrank bis Großindustrie“, erhielt. Even Landsem war der Skiläufer, der Skimacher wurde. Er hatte Erfahrungen von Wettkämpfen in der Loipe und wußte deshalb, wie die Skier sein sollten. Außerdem war er ein Vorgangsmann, wenn es darum ging, ein Skimilieu zu bauen. Er wachste Skier, brachte die Läufer zu den Wettkämpfen, und er servierte Blaubeerensuppe in der Loipe.

Rindal Dorfmuseum in die Stiftung Nordmøre Museum eingegliedert

Wähend der Verhandlungen über ein Betriebsabkommen im Jahr 2005 zwischen der Stiftung Nordmøre Museum und Rindal Gemeinde, war Rindal zeitlich voran, wenn es um Spezialisierung ging. Das Bewahren der Skimachertraditionen, nachdem die industrielle Skiproduktion in Rindal aufhörte, war Einsatzpunkt nr. 1. Rindal Gemeinde wünscht, daß das Skimuseum ein Zentrum der Bewahrung von Traditionen und Kentnissen betreffs Skiproduktion und Skihandwerk, sowohl altmodischer als auch industrieller Produktion von hölzernen Skiern, werden soll. Durch Gegenstände, Maschienen und visuelle Medien soll die feste Ausstellung unter dem Titel „für Gold gebaut“ von der Herstellung und dem Gebrauch der Skier von alters her erzählen. Von der einfachen Produktion von eigenen Skiern auf der Hobelbank im Dachzimmer bis zur industriellen Herstellung. Der Medaillengewinner Sigurd Røen und der Gründer der Skiindustrie Even Landsem werden ihre Plätze im Museum kriegen, zusammen mit der Präsentationn von der norwegischen Skifreude, und dem Ort Rindal am Tor von Trollheimen mit seinen reichen Skitraditionen.

Im Frühling 2012 begann der Abbau von der Heggemscheune

Das Skimuseum ist von der Architektin Inger Anne Landsem vom Architektbüro „Pir II arkitekter“ in Drontheim gezeichnet. Die Heggemscheune, ein Kulturdenkmal von 1780, wird ein Teil des Skimuseums. Die Scheune mit dem Stall wird zu einem kompletten Museum beitragen, und Wiederverwendung wird hier in vollem praktiziert. Hauptentreprenör ist VIBO entreprenør Rindal. Yngve Skinstad wurde als Bauleiter des Neubaus angestellt, und Arild Bjarkø leitete den antiquarischen Teil des Gebäudes. Das Restaurieren von dem antiquarischen Teil ist unter Husasnostra in Valsøyfjord und Rindalshytter in Rindal verteilt worden. Verantwortlich für das Ausstellungs- und Betriebskonzept ist HYBRIS bei Sølvi Ann Lindseth Barber.

Maschienen zur Skiproduktion

Nur wenig von der Ausrüstung von den Skifabriken in Rindal war übrig. Nachdem die Skifabriken in Rindal stillgelegt wurden, wurden Maschienen und Ausrüstung verkauft oder für andere Zwecke umgebaut. Rindal Gemeinde hatte Glück und schließ mit Simen Rustad in Fåberg ein Abkommen, Maschienen und Asrüstung von Rustad skifabrikk zu übernehmen. Diese entsprachen denjenigen, die in Rindal verwendet wurden. Mit Ünterstützung von Møre und Romdsal Kreisgemeinde wurden die Maschienen eingekauft. Die Maschienen, die nicht in der festen Ausstellung im Museum gezeigt werden, befinden sich in anderen geeigneten Lokalen in Rindal..

 

Die Eröffnung im Sommer 2014

Die Sommersaison 2013 ist von den Bauarbeiten auf dem Museumsgelände, mit Sicherung und Einzäunen des Gebäudes, geprägt worden. Es wurdet trotzdem im Frühjahr 2013 Schulvermittelungen unter dem Thema: Bewahrung von kulturhistorischen Gebäuden, durchgeführt. Die Schüler haben am Prozeß vom Abbau der Heggemscheune in Romundstadbygda, dem Restaurieren und Wiederaufbau auf dem Museumsgelände teilgenommen. Im Neubau am Westende der Heggemscheune kommt eine Abteilung für das Publikum mit Cafe und Aktivitätsmöglichkeiten über das ganze Jahr. Rindal Skimuseum hat Rindal Schule und Kindergarten als der nächste Nachbar zusammen mit Rindalshuset (dem Kulturhaus mit Bibliothek, Sporthalle, Schwimmhalle, Schießstand und Kinosaal). Von dem neuen Cafe in dem neuen Skimuseum hat man Überblick auf Igeltjønna, den kleinen See mit Möglichkeiten zum Baden im Sommer und Ski- und Schlittschuhlaufen im Winter. Eine Strecke zum Trimmen und eine Sauna befinden sich auch in der Nähe.

Als Ausgangspunkt für Wanderungen mit gut markierten Loipen, sowohl im Sommer als auch im Winter, bringt Rindal noch aktive Skiläufer hervor, und hält die traditionelle Bezeichnung als Skiort aufrecht. Mit einem zentral gelegenen Museum wird man jetzt Besuchende über das ganze Jahr empfangen können, und ihnen Führung und Bedienung in einem spannenden kulturhistorischen Gebäude anbieten. Dazu kommt die Möglickeit, die Natur nur einen Steinwurf entfernt zu benutzen.